Über tausende von Jahren war Tka-Rik der archaische Magier der verlorenen und bescheidenen Allod namens Gipat. Er führte ein Einsiedlerleben und scheute die Kommunikation mit den Bewohnern seiner Allod und auch mit den anderen archaischen Magiern. Er stellte sich den Astraldämonen allein, scheiterte und wurde tödlich verletzt. Bevor er starb konnte er aber mit Skrakan in Kontakt treten und ihn über das Buch, das er in seiner Einsamkeit geschrieben hatte, informieren. Das Buch trug den Titel „Offenbarungen über die Natur der Welt von Sarnaut“, allgemein bekannt als die „Tka-Rik Offenbarung“.
Tka-Rik erzählte Skrakan, wo das Buch in den Verliesen der Junes Zivilisation auf Gipat zu finden sei. Er hatte sein ganzes Leben damit verbracht, die Verliese zu erhalten und zu beschützen und wollte nicht, dass diese nach seinem Tod zerstört werden. Nach seinem Tod wurde die Allod auseinander gerissen, als die nördlichen und südlichen Gebiete vom Astral verschluckt wurden. Von der einstigen Allod Gipat blieb nur eine winzige Insel übrig, die von dem Willen von Tka-Rik beschützt wurde. Skrakan sendete seine Truppen aus, um diese Allod nun zu finden.
Im Jahre 965 berichtete eine Patrouille der Liga von einer klitzekleinen und unbekannten Allod. Der Kapitän landete das Schiff und fand die Verliese. Innerhalb von einigen Wochen wurden die „Offenbarungen“ Skrakan überbracht. Er war erstaunt über das, was er darin las:
“Ich bin der letzte der Junes und es ist Zeit Buße für meine Sünden zu tun. Zweitausend Jahre vor der verheerenden Katastrophe, die unsere Welt in Stücke teilte, öffneten die archaischen Magier unserer Zivilisation eine Tür zu einer anderen Welt. Sie suchten nach Macht und Autorität und fanden eine Welt gefüllt mit einer sich in der Entwicklung befindenen Ur-Energie, die all unseren magischen Energiebedarf abdecken würde. Sie kam von dem Ort, von dem die astralen Dämonen – unser Fluch – stammten. Diese Ur-Energie ist eine notwendige Umgebung für die elementaren Geister des Bösen und reiner Zerstörung.
Wir wurden von dem Angriff derAstraldämonen überrascht und so gelangten sie durch das Portal in unsere Welt. Einige archaischen Magier der Junes und ich schafften es die Tore wieder zu verschließen und die Invasion zu stoppen. Aber jene, die bereits die Barriere durchbrochen hatten, verwüsteten meine ganze Nation, töteten, wo immer sie auftauchten Männer, Frauen und Kinder.
Einige hundert Jahre jagten meine Freunde und ich die Astraldämonen, waren gleichzeitig aber auch Gejagte. Letztendlich waren wir erfolgreich aber für unseren Sieg mussten wir einen hohen Preis bezahlen. Die Junes Zivilisation war beinahe ausgerottet aber niemals offenbarten wir jenen, die in unsere Länder kamen das Rätsel um den plötzlichen Untergang unserer Zivilisation.
Als die verheerende Katastrophe eintrat wurden die schützenden Zaubersprüche schwächer und die Türen zur neuen Welt öffneten sich erneut. Ich verstand um was es sich handelte, sobald ich den Astralraum sah, der unsere Welt verschluckte. Der astrale Raum ist die Ur- Energie, die ihre Welt und die Dämonen selbst antreibt.
Ich versteckte mich auf Gipat und brach alle Kontakte zur Außenwelt ab. Ich hatte Angst, die Schande für meine gesamte Nation, die die Zerstörung in die Welt gebracht hatte, zu akzeptieren. Meine Feigheit war der Grund für mein Schweigen über die Bedrohung, welche die astralen Dämonen darstellten. Es war das Ereignis auf Umoira im Jahre 576, als die Astraldämonen ihre Präsenz zum ersten Mal offenbarten und von da an immer und immer wieder zurückkehrten. Vor 300 Jahren kämpfte ich Seite an Seite mit Zak, dem letzten June, gegen einen anderen Astraldämon. Jetzt ist er Tod und ich bin alleine, das letzte, überlebende Mitglied der Junes Zivilisation.
Ich kann dies nicht länger für mich behalten und muss das Geheimnis enthüllen, warum meine Rasse für dieses große Verbrechen verantwortlich ist. Unser Fehler kann zur Zerstörung der ganzen Seite führen. Die Dämonen sind hier und sie werden früher oder später angreifen.“
Die letzte Seite der „Offenbarung“ war offensichtlich in großer Eile geschrieben worden, in den letzten Momenten bevor Tka-Rik starb.
„Skrakan, ich glaube, dass du dieses Buch eines Tages finden wirst. Die Astraldämonen sind in unsere Welt eingefallen und die einzige Möglichkeit die du hast, ist das Tor zu ihrer Welt wieder zu versiegeln. Es tut mir leid, dass die Junes denen, die uns auf Sarnaut gefolgt sind, so ein düsteres Vermächtnis hinterlassen haben. Vergib mir…“
Skrakan veröffentlichte die “Tka-Rik Offenbarungen” und mit dieser Einsicht erlosch der Krieg zwischen der Liga und dem Imperium. Das Wort „June“ wurde zu einem Schimpfwort und beide Seiten realisierten, dass die Zeit für eine gemeinsame Front gekommen war. Sie legten ihre Differenzen beiseite, vereinten ihre Kräfte und bereiteten sich auf einen Feldzug gegen die Eindringlinge aus der anderen Welt vor.
Das Jahr 966 wird durch ein bedeutendes Ereignis in Erinnerung bleiben – dem Treffen zwischen Skrakan und Nezeb, die das Friedensabkommen zwischen der Liga und dem Imperium unterschrieben. Die vereinten Truppen der beiden Königreiche sandten Spähschiffe weit in den astralen Raum aus, auf der Suche nach den Toren der Junes. Hierzu benutzten sie die Hinweise, die ihnen das Buch gab. Innerhalb einer relativ kurzen Zeit, wurden die Standorte der Tore entdeckt und zwei mächtige Flotten ausgeschickt, um sie für immer zu versiegeln.
Beide Mächte legten ihr gesamtes Gewicht in diese Schlacht und stellten eine Armee auf, wie sie noch nie zuvor gesehen wurde. Viele archaische Magier, alt und erfahren oder jung und gerade erst das Studium beendet, standen auf den Brücken der Astralschiffe. Skrakan und Nezeb führten ihre Flotten in die Schlacht und ließen Aidenus und Yasker zurück, um ihre Hauptstädte zu beschützen.
Als sie sich den Toren näherten, trafen sie auf heftigen Widerstand der Astraldämonen, die ihnen den Weg versperrten. Beide Seiten mussten Verluste hinnehmen aber die Flotte der Vereinten Armee war nicht zu stoppen und letztlich eroberten sie die winzige Allod, auf der sich die Tore befanden. Die vereinte Armee der Liga und des Imperiums hielten die Astraldämonen in Schach, während Skrakan und Nezeb wiederholt versuchten die Tore zu versiegeln. Schließlich gelang es ihnen unter der Anleitung der „Offenbarung“ aber ihr Sieg war nur von kurzer Dauer.
Die Bewohner von Kvatoh und Igsh bereiteten sich, nach Erhalt der Neuigkeiten über den Sieg, vor ihre Helden zu begrüßen. Aber bei der Rückkehr der Flotte war alles, was sie sehen konnten, schwarze Trauersegel am Horizont. Die Schiffe waren bepackt mit Überlebenden, Sterbenden und Verwundeten. Nur jene, die sich weit entfernt von den Toren der Junes befanden, hatten das Glück den schrecklichen astralen Sturm zu überleben, der aufkam als Skrakan und Nezeb die Tore versiegelten.
Alle, die sich auf der Allod befanden, als die Tore versiegelt wurden, kamen ums Leben. Unter Verlust vieler Leben, inklusive ihres eigenen, retteten Skrakan und Nezeb alle verbleibenden Allods.
Nach dieser epischen Schlacht begann die Bedrohung durch die Astraldämonen zu schwinden. Während diese im astralen Raum überlebten, waren sie fortan nicht mehr so mächtig und zahlreich wie zuvor. Sie sind jedoch noch immer unglaublich gefährlich für alle, die ihnen zu Nahe kommen. Und ihnen in den Weiten des Astralraumes zu begegnen, ist ein Garant für Ärger.